Hessische Energiesparaktion

Die HESA informiert: Schimmelvermeidung und Schimmelbeseitigung

Schimmel im Haus ist lästig, unschön und kann die Gesundheit gefährden. Die Ursache für Schimmel ist eine zu hohe Raumluftfeuchte gepaart mit Außenbauteilen, die wegen zu geringem Wärmeschutz auf der Innenoberfläche zu kalt werden. Um Schimmelschäden zu vermeiden, gibt es grundsätzlich zwei Ansatzpunkte:     

  1. Warme Außenbauteile durch eine hervorragende Dämmung schaffen.
  2. Eine geringere Raumluftfeuchte durch Fensterlüftung oder Lüftungsanlagen sicherstellen.

 Wenn Schimmel bereits aufgetreten ist und auf Wand, Tapete oder Kachel sitzt, hilft meist ein Abreiben mit einem Haushaltsschwamm oder einer Drahtbürste bzw. kann er mit wenig Aufwand gezielt bekämpft werden, z. B. mit 70 bis 90 prozentigen Alkohol, Spiritus, Isopropanol, Wasserstoffperoxid. Tiefer sitzende, schon abgetötete Schimmelpilze in Fugen, können mit Dampfreinigern sinnvoll beseitigt werden, im fortgeschrittenen Stadium kann hochprozentiger Alkohol oder ein Chlorreiniger dem Schimmel zu Leibe rücken. Insgesamt sind Chemikalien zur Schimmelbekämpfung aber langfristig wirkungslos, wenn die Ursachen der Schimmelbildung nicht beseitigt werden.  Nur wenn der Schimmel schon monatelang in den Putz wachsen konnte oder in Holzbauteile hineingewachsen ist, muss der Putz abgeklopft oder das befallene Holz beseitigt werden. Wichtig: Nach allen Arbeiten den mit Schimmelsporen durchsetzten Staub zunächst aufkehren und als nächstes nass wischen. Saugt man Schimmelsporen mit dem Staubsauger, verteilt dieser sie nur wieder über seine Abluft im Zimmer, denn die Sporen sind so klein, dass der Staubsaugerfilter sie nicht zurückhält.

Die Hessische Energiespar-Aktion, www.energiesparaktion.de, ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).

Die Hessische Energiespar-Aktion (HESA) informiert: Der Irrtum von der „atmenden Wand“

„Wenn ich meine Wand dämme, entsteht doch Schimmel. Sie atmet dann doch nicht mehr?“ – „So oder ähnlich hören sich die Ängste von Hauseigentümern vor der Wärmedämmung an“, berichtet HESA-Programmleiter Florian Voigt.

Ein Teil dieser Irrtümer stammt aus dem Jahr 1977, als viele Hauseigentümer mit Unterstützung eines entsprechenden Bundesprogrammes ihre Fenster erneuerten, die Außenwände, Dächer und Kellerdecken aber ungedämmt ließen. Eine erhöhte Raumluftfeuchte schlug sich nun als Tauwasser verstärkt an den kalt gebliebenen Altbauteilen nieder, besonders an deren Wärmebrücken. Daraus entstand die Schlussfolgerung: „Dämmung führt zu Schimmel“. Die korrekte Schlussfolgerung aber wäre gewesen: „Fenster warm und Wand kalt – das kann nicht gut gehen.“

Wo tritt Schimmel im Haus auf? In der Regel auf den Innenoberflächen der Außenbauteile. Kalte Wände, Fensterstürze, Raumecken, Wärmebrücken usw. werden feucht, weil sich die feuchte Innenraumluft an ihnen abkühlt. Kalte Bauteile gibt es aber vor allem in ungedämmten Häusern, in jedem Althaus befindet sich irgendwo zumindest eine Stelle, die irgendwie „kritisch“ ist. Und so sind besonders die älteren ungedämmten Gebäude auch vom Schimmel betroffen.

Je besser die Wärmedämmung der Außenbauteile ist, desto wärmer wird ihre Innenoberfläche im Winter und desto geringer ist die Gefahr, dass die Bauteile feucht werden. Ohne Feuchtigkeit kann der Schimmel nicht wachsen. Damit verhindert Wärmedämmung geradezu den Schimmel.

Die Hessische Energiespar-Aktion, www.energiesparaktion.de, ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).

 

Die Hessische Energiespar-Aktion (HESA) informiert: Erst die Dämmung der Gebäudehülle oder zuerst eine neue Heizungsanlage einbauen?

Die Frage nach der „richtigen“ Reihenfolge wird im Rahmen einer Gebäudesanierung immer wieder gestellt. Erst die Dämmung, dann die Heizungsanlage – oder umgekehrt? Die Frage stellt sich nicht mehr, wenn es sich um Einfamilienhäuser, Reihenhäuser oder kleine Mehrfamilienhäuser handelt. Die früher gefürchtete „Überdimensionierung“ der Heizungsanlage ist heute kein Problem mehr. Die Vorgehensweise ergibt sich oft auch aus der Notwendigkeit: Wenn der Kessel kaputtgeht, wird der Kessel erneuert und wenn ein Bauteil instandgesetzt werden muss, verbessert man dessen Wärmeschutz. Damit ist auf einfache Weise der Weg jedes Hauses zum Energiesparhaus vorgezeichnet. In der Regel führen diese „Sechs Schritte“ zum Ziel: Dämmung der Außenfassade, Dämmung des Daches, Neue Verglasung als Zwei- oder Dreischeiben-Wärmeschutz-Isolierverglasung, Kellerdeckendämmung, Einsatz effizienter Heizsysteme, Solaranlage zur Warmwasserbereitung.

Der „Energiepass Hessen“, ein Beratungsinstrument der Hessischen Landesregierung, ist eine Berechnungsgrundlage für anstehende Sanierungsmaßnahmen am eigenen Gebäude. Er zeigt die Schwachstellen eines Hauses auf, ermittelt Einsparpotenziale und schlägt Handlungsmöglichkeiten vor. Der „Energiepass Hessen“ wird zum Selbstkostenpreis von 37,50 € angeboten. Infos unter www.energiesdparaktion.de.

Einen Überblick über Fördermöglichkeiten bietet der „Förderkompass Hessen“ unter https://www.energieland.hessen.de/foerderkompass.

Die Hessische Energiespar-Aktion ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).

Die Hessische Energiespar-Aktion informiert: Der „Hydraulische Abgleich“ und seine Bedeutung – Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium

Werden einzelne Heizkörper im Haus nicht richtig warm? Ist nachts das Pfeifen von Thermostatventilen im Haus zu hören? Dann ist die Heizungsanlage möglicherweise nicht „hydraulisch“ abgeglichen. „Unter dem Wortungetüm „Hydraulischer Abgleich von Warmwasserheizungen“ versteht man die Einstellung der jeweils ausreichenden Heizungswassermengen für jeden Heizkörper im Haus und dient damit der Heizungsoptimierung“, so Florian Voigt, Programmleiter der Hessischen Energiespar-Aktion (HESA).

Jeder Heizungsfachbetrieb ist nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C verpflichtet, Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen. Dies gilt für den erstmaligen Einbau und die Heizungserneuerung im Bestand. Bei von der KfW geförderten Neu- und Altbauten wird der Abgleich als Förderbedingung verlangt. Die HESA weist auf das Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ zum Einbau effizienter Pumpen und der Optimierung der Heizungsanlage hin. Die Antragstellung erfolgt auf einem Formular der BAFA unter www.bafa.de. Einzelheiten sind auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eingestellt: http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2016/20160801-energieeffizienz-heizungskeller-neue-foerderprogramme-heizungsoptimierung.html

Weitere Informationen zum „Hydraulischen Abgleich“ unter: https://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/hydraulischer-abgleich/.

 

Die Hessische Energiespar-Aktion ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).

Wartung von Heizungsanlagen

Wenn die Heizung im Sommer pausiert, lohnt sich ein Blick auf die Anlage. Sommerzeit ist Wartungszeit für Kessel und Brenner. Auch wenn die jährliche Abgasmessung bestanden ist, kann der Kessel unnötig Energie verlieren.

„Eine Funktionsprüfung der Heizung vor der nächsten Heizperiode verhindert ebenfalls Überraschungen und laut EnEV besteht die Pflicht zur Wartung und Instandhaltung von Heizungsanlagen“, sagt Florian Voigt, Programmleiter der Hessischen Energiespar-Aktion.

Die HESA empfiehlt den Heizungsinstallateur des Vertrauens mit der Wartung der Heizungsanlage zu beauftragen. Fachbetriebe unter www.shk-hessen.de.

Einen Überblick über „Effiziente Heizsysteme für Wohngebäude“ geben die gleichnamige Energiespar-Information Nr. 12 sowie die Broschüre „Vom (K)Althaus zum Energiesparhaus“, die unter www.energiesparaktion.de als Download erhältlich sind. Informationen zu entsprechenden aktuellen Förderangeboten bietet der „Förderkompass Hessen“ unter www.energieland.hessen.de.

Die Hessische Energiespar-Aktion ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).

 

Die Hessische Energiespar-Aktion (HESA) informiert: Heizkesseltausch Brennwertkessel für Gas und Öl – eine Möglichkeit der Gebäudesanierung

Der Brennwertkessel stellt die modernste Heiztechnik für Heizöl oder gasförmige Brennstoffe dar. Beim Kesselaustausch sollte man heute nichts Minderwertigeres mehr einbauen. Mit der Brennwerttechnik wird eine hohe Energieausnutzung erreicht, da auch die Wärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs genutzt wird.

Die 1980 noch modernen Niedertemperaturkessel sind heute als Energiespartechnik überholt. Der Brennwertkessel entspricht dem modernen Stand der Technik. Gas-Brennwertgeräte werden seit über 20 Jahren eingesetzt. Die jüngeren Öl-Brennwertkessel gelten gleichsam als ausgereift und zuverlässig. Im Vergleich zum konventionellen Niedertemperatur-Kessel sind Einsparerfolge durch die Brennwertnutzung von 6 bis 11 Prozent zu erwarten, bei der Ersetzung sehr alter Standard-Kessel sogar bis zu 20 Prozent.

Einen Überblick über „Effiziente Heizsysteme für Wohngebäude“ geben die gleichnamige Energiespar-Information Nr. 12 sowie die Broschüre „Vom (K)Althaus zum Energiesparhaus“, die unter www.energiesparaktion.de als Download erhältlich sind. Informationen zu entsprechenden aktuellen Förderangeboten bietet der „Förderkompass Hessen“ unter www.energieland.hessen.de. Informationen bietet auch der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen (www.shk-hessen.de)

Die Hessische Energiespar-Aktion ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).

„Unzureichend gedämmte Dächer"

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert: Unzureichend gedämmte Dächer: Im Sommer heiß – im Winter kalt!

 

Heiße Dachräume im Sommer sind eine Qual, aber leider immer noch massenhaft erlitten. Häufig liegen unter dem Dach die Schlafzimmer und fehlende nächtliche Abkühlung im Raum ist nur schwer erträglich. In Altbauten mit unzureichender Dachdämmung können die Innentemperaturen in Dachzimmern schnell über 30 Grad Celsius liegen.

 

„Die Abhilfe ist eine gute Dämmung des Daches. Was im Winter nachweislich gegen Wärmeverluste hilft, hindert auch im Sommer das Eindringen von Sonnenwärme. Dem Dämmstoff ist es egal, von welcher Seite die Wärme fließt. Seine Eigenschaft ist es, den Wärmestrom zu reduzieren. Deshalb wird es in gedämmten Häusern im Sommer auch nicht wärmer, weil „die Wärme nicht mehr heraus kann“, wie oftmals behauptet wird. Richtig ist: Die Wärme kommt bei gut gedämmten Dächern erst gar nicht rein. Die Energieeinsparung durch eine nachträgliche Dachdämmung liegt meist zwischen 10 und 20 Prozent, je nachdem wie gut oder schlecht der alte Wärmeschutz war“, so Florian Voigt, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“

 

Die in Zusammenarbeit mit Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Hessen konzipierte Wanderausstellung „Dachdämmung – Schwachstellen beseitigen“ gehört zum Ausstellungsangebot der „Hessischen Energiespar-Aktion“ und kann von allen interessierten Institutionen unter fey-klaus@t-online.de kostenlos ausgeliehen werden. Informationen zum Thema bietet die Broschüre „Vom (K)Althaus zum Energiesparhaus“ unter www.energiesparaktion.de. Informationen zu Förderangeboten bietet der „Förderkompass Hessen“ unter www.energieland.hessen.de. Informationen zum Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Hessen unter www.hessendach.de

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).

Nachträgliche Dachdämmung

Die Hessische Energiespar-Aktion informiert: Möglichkeiten der nachträglichen Dachdämmung im Gebäudebestand – Dämmung der Obergeschossdecke

Kann oder soll das Dach nicht ausgebaut werden, bietet sich die Dämmung der Obergeschossdecke an. Obergeschossdecken bestehen z. B. aus Holzbalken, Ziegel- oder Bimshohlsteinen mit Lehm-, Sand- oder Schlackeschüttungen. Ab 1945 kamen Stahlbetondecken hinzu, manchmal völlig ungedämmt. Auch beim horizontalen Kehlbalken (Spitzboden) fehlt oft der Wärmeschutz.

„Für ein typisches Einfamilienhaus sinkt der Energieverbrauch durch eine (nachträgliche) Dachdämmung je nach Ausgangszustand meist um 10 bis 20 Prozent. In vielen Fällen verschwindet mit der Dämmung auch die sommerliche Überhitzung vom Dachraum her. Als Dämmstoffe stehen Glas- und Steinwollematten, Polystyrol- oder Polyurethanplatten, Zelluloseflocken und Naturfaserplatten zur Verfügung. Wählen Sie nach Ihrem Geldbeutel aus“, sagt Florian Voigt, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Weiteres Entscheidungskriterium: Der Dämmstoff sollte auf unebenen Böden gut anliegen können und nicht von kalter Außenluft unterströmt werden. Unter dem Dämmstoff ist keine Folie erforderlich (diffusionshemmende Schicht). Sie kann nur dann zur Sicherheit zusätzlich eingebaut werden, damit keine feuchtwarme Luft aus dem beheizten Bereich von unten einströmen kann, wenn die OG-Decke als Holzbalkendecke luftundicht sein könnte.

Umfangreiche Informationen zum Thema bietet die Broschüre „Vom (K)Althaus zum Energiesparhaus“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung zur Gebäudemodernisierung in Hessen, die als PDF-Datei unter www.energiesparaktion.de als Download zur Verfügung steht. Die Broschüre ist außerdem im Rahmen von Ausstellungen, Vortragsveranstaltungen, Messen etc. erhältlich.

Berechnungsgrundlage für anstehende Sanierungsmaßnahmen am eigenen Gebäude ist der „Energiepass Hessen“, ein Beratungsinstrument der Hessischen Landesregierung, der die Schwachstellen eines Hauses aufzeigt, Einsparpotenziale ermittelt und Handlungsmöglichkeiten vorschlägt. Er wird zum reduzierten Preis von 37,50 EUR angeboten. Weitere Informationen bieten die Broschüren „Vom (K)Althaus zum Energiesparhaus“ und die Energiespar-Information Nr. 6 „Wärmedämmung von geneigten Dächern“ unter www.energiesparaktion.de.

Informationen bietet die HESA-Homepage unter www.energiesparaktion.de, über die auch www.energieland.hessen.de, die „Energieseite“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie der „Förderkompass Hessen“ mit allen aktuellen Förderangeboten direkt zu erreichen ist.

Informationen (z. B. Ausführende Betriebe) zum Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Hessen unter www.hessendach.de.

Informationen zum Beratungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen e. V. unter www.verbraucher.de.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).