Ortsteile

Lützel-Wiebelsbach

Ortsvorsteherin:
Müller, Sylvia
Lessingstr. 11
06165/555

2.815 Einwohner (Stand 31.12.2011)

Lützel-Wiebelsbach, Sitz der Gemeindeverwaltung, ist wie Rai- Breitenbach und Beerfurth ein Doppeldorf. Zwei Dörfer, Lützelbach (1165 "Lützelbach") und Wiebelsbach (1237 "Wibelspach"), sind in den letzten hundert Jahren allmählich zusammengewachsen. Das Resultat, ein verzweigtes, offenes Dorfgebilde von der Form eines Hufeisens, in dessen Mitte freie Flächen übriggeblieben sind. In Lützel-Wiebelsbach, das auffallend viele Maurer und Bauhandwerker aufwies, wohnt heute knapp die Hälfte der Gemeindebevölkerung. Lützelbach ist eine der ältesten Siedlungsplätze der Dynastenfamilie Reiz von Lützelbach, die die Herrschaft Breuberg begründeten. Ihre erste, schon frühzeitig verlassene Burganlage ist im 19. Jahrhundert durch Grabungen im Bereich der evangelischen Kirche ermittelt worden. Die Kirche ist umgeben vom Friedhof, auf dem noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts erhebliche Reste einer früheren Burganlage mit Wehrturm, Mauerring, Wall und Graben sichtbar waren, der Überlieferung nach Reste der ältesten Breuberger Herrenburg der Adelsfamilie Reiz von Lützelbach. Teile dieser Befestigungen können im östlichen Trakt der Friedhofsummauerung enthalten sein.,

 

Haingrund

Ortsvorsteher:
Siebenlist, Alexander
In der Delle 3
06066/8340

970 Einwohner (Stand 31.12.2011)

Über die Geschichte zur Entstehung des Dorfes Haingrund gibt es viele Thesen, die im Laufe der Jahrhunderte angesammelt wurden. Sehr häufig wurde in diesen Thesen erwähnt, dass Haingrund aus dem ehemaligen Dorf Walderlenbach entstanden ist. Der Namenswechsel von Walderlenbach zu Haingrund muss sich im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert vollzogen haben. Haingrund liegt genau wie Seckmauern in einem Seitental des Maintals. Besonders zu erwähnen ist noch, dass Teile des römischen Limes auf der Anhöhe Richtung Vielbrunn zu sehen sind.

 

Rimhorn

Ortsvorsteher:
Edwin Wießmann
Rathausstr. 9
06165/1628

911 Einwohner (Stand 31.12.2011)

Die erste geschichtliche Erwähnung basiert auf einer überlieferten Geschichte des alten rodensteinischen Dorfs Rimhorn. Bei dieser Urkunde handelt es sich um einen Verkaufsvertrag, bei dem als Zeuge ein Mann namens Manegolgus de Riemhurne erwähnt wird. Wie die anderen Ortsteile der Gemeinde Lützelbach verwandelte sich Rimhorn von einem einstigen Bauerndorf in ein Dorf das rein zu Wohnzwecken dient. Es besteht die Möglichkeit von Rimhorn aus Wanderungen nach Bad König, Höchst, usw. zu unternehmen.

 

Seckmauern

Ortsvorsteher:
Stapp, Rüdiger
Odenwaldstr.82
09372/5261

1.699 Einwohner (Stand 31.12.2011)

Der Ortsname Seckmauern wurde zum ersten Mal im sogenannten Koppelfutterregister aus der Mitte des 13. Jahrhunderts (etwa 1248) erwähnt. Das Koppelfutter war eine Hausabgabe an den obersten Gerichtsherrn, den Erzbischof von Mainz. Seckmauern gehörte damals gemeinsam mit Walderlenbach (heute das Unterdorf von Haingrund) zur Zent "Zur Eiche". Wie so viele Orte, wurde auch Seckmauern durch den 30-jährigen Krieg und zwar im Jahre 1635 von der Pest heimgesucht. Ungefähr 20 Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges wurde mit der Wiederbesiedlung von Seckmauern begonnen. Aus dem ursprünglichen stark landwirtschaftlich geprägtem Ort wurde ein reines wohnorientiertes Dorf. In Seckmauern herrscht ein Weinklima vor und es ist als Ausgangspunkt für Wanderungen in das bayrische Maintal gut geeignet.

 

Breitenbrunn

Ortsvorsteher:
Beck, Jürgen
Hainstr.9
06165/2944

748
Einwohner (Stand 31.12.2011)

Breitenbrunn wird erstmals 1273 und 9 Jahre später 1282 geschichtlich erwähnt. 1279 verkaufte ein Marquardt von Rosenbach umfangreiche Güter an das Kloster Höchst, darunter ein Gut zu Breitenbrunn. Im Jahre 1282 veräußerte Marquardt's Sohn Ulrich mehrere Güter in Breitenbrunn ebenso an das Kloster Höchst. Breitenbrunn ist ein kleines Dorf mit einem großen geschichtlichen Hintergrund. Es ist davon auszugehen, dass das Dorf schon im 11. Jahrhundert entstanden ist und dort bereits mit einer Kirche versehen war. Ab 1426 ist es möglich die Familien Breitenbrunns kennenzulernen. In diesem Jahr wohnten 26 Familien im Ort. Wie Seckmauern wurde auch während des 30-jährigen Krieges Breitenbrunn von der Pest heimgesucht. Aus dem einstigen Bauerndorf, ist ein Dorf das überwiegend Wohnzwecken dient, geworden. Nennenswert wäre noch die Kirche zu Breitenbrunn, die zwischen 1781 und 1785 erbaut wurde.